Nina DingJan 5, 2025
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Blutbuch
Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022. Die Erzählfigur in ›Blutbuch‹ identifiziert sich weder als Mann noch als Frau. Aufgewachsen in einem schäbigen Schweizer Vorort, lebt sie mittlerweile in Zürich, ist den engen Strukturen der Herkunft entkommen und fühlt sich im nonbinären Körper und in der eigenen Sexualität wohl. Doch dann erkrankt die Großmutter an Demenz, und das Ich beginnt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen: Warum sind da nur bruchstückhafte Erinnerungen an die eigene Kindheit? Wieso vermag sich die Großmutter kaum von ihrer früh verstorbenen Schwester abzugrenzen? Und was geschah mit der Großtante, die als junge Frau verschwand? Die Erzählfigur stemmt sich gegen die Schweigekultur der Mütter und forscht nach der nicht tradierten weiblichen Blutslinie. Dieser Roman ist ein stilistisch und formal einzigartiger Befreiungsakt von den Dingen, die wir ungefragt weitertragen: Geschlechter, Traumata, Klassenzugehörigkeiten. Kim de l’Horizon macht sich auf die Suche nach anderen Arten von Wissen und Überlieferung, Erzählen und Ichwerdung, unterspült dabei die linearen Formen der Familienerzählung und nähert sich einer flüssigen und strömenden Art des Schreibens, die nicht festlegt, sondern öffnet.
Reviews
sina (she/her) Oct 20, 2022
Daniel EichenbergApr 4, 2024
Mara D Alo FonsecaJan 27, 2024
Judith Dec 6, 2023
Highlights
Page 29
sina (she/her) Oct 15, 2022
Page 154
sina (she/her) Oct 20, 2022
Page 282
Lea HiMar 23, 2023
Page 29
Lea HiMar 26, 2023
Page 69