
Der dunkle Wald Roman
Reviews

Ziemlich cool und einfallsreich

Bereits der erste Band der chinesischen Trisolaris-Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Die Fortsetzung „Der dunkle Wald“ übertrifft den ersten Teil noch, weil er viele unerwartete Wendungen bereit hält und somit äußert spannend zu lesen ist. Als die Erde aufgrund der angekündigten Invasion weit überlegender Aliens dem Untergang geweiht zu sein scheint, sollen einige wenige Menschen die Welt retten. Die Aliens haben eine große Schwäche: Bei ihnen ist die Gedankentransparenz ein fester Bestandteil ihrer Kultur und Gesellschaft. Da sie die Erde ansonsten komplett überwachen können, stört es sie, dass die Menschen ihre Gedanken verbergen können und Geheimnisse haben. „Die Sophonen können zwar unsere Sprache verstehen, und sie können in ultrahoher Geschwindigkeit gedruckte Texte und Informationen auf Computern oder Speichermedien lesen. Menschliche Gedanken aber können sie nicht decodieren.“ Aus diesem Grunde stattet die Erde einige „Wandschauer“ mit großer Macht aus, mit der sie wie ein Messias jeweils die Welt retten sollen. Durch ihr verschlossenes, privates strategisches Denken sollen sie der Überwachung durch die Sophonen entgehen. Doch wie sich im Laufe der gut geschriebenen Geschichte zeigt, ist das mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden. Wer philosophische SF jenseits amerikanischer Konfektionsware mag, ist bei dieser insgesamt eher unkonventionellen Invasionsgeschichte bestens aufgehoben. Ich habe mir direkt im Anschluss den dritten Band bestellt.








